Diese Vision über den Ursprung der Kirche, über die Feier der hl. Messe und das Sakrament der Eucharistie steht in der Mitte des Buches Scivias und umfaßt die Hälfte des zweiten Teils. “Die Vergegenwärtigung des Heilswerkes vor Gott und den Gläubigen in der Eucharistiefeier erscheint als komplexes Beziehungsgeschehen zwischen Gott und der Kirche, indem sich die heilsgeschichtliche Vergangenheit, die Gegenwart und die eschatologische Bestimmung der Kirche in Gedächtnis, Opfer und Kommunion miteinander verbinden.“ (Michael Zöller S. 293 )
Die Kirche als Braut Christi wird unter dem Kreuz mit Fleisch und Blut ihres Bräutigams beschenkt und fordert diese Mitgift in der hl. Messe vor Gott ein. Weiterlesen
https://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gif00Administratorhttps://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gifAdministrator2011-12-09 16:29:272012-02-13 11:36:13“Scivias”-Kodex: Tafel 15: Das Opfer Christi und die Kirche
Diese Miniatur muss mit der vorausgegangenen gesehen werden.
Die Gläubigen sollen mit wahrer Andacht das Fleisch und Blut ihres Erlösers essen und trinken, der für sie gelitten und den zeitlichen Tod auf sich genommen hat. So sollen die Menschen das rechtmäßige Erbe im Glauben wiedererhalten.
„Esst im Glauben, die ihr durch die hl. Taufe meine Freunde geworden seid. Im Leib meines Eingeborenen genießt ihr das wahre Heilmittel, damit eure immer wiederkehrenden Vergehen barmherzig getilgt werden.“
Ein Priester steht am Altar in liturgischen Gewändern, um die göttlichen Geheimnisse zu feiern. Engeln sind anwesend mit einem hellen Lichtschein aus dem Himmel. Es vollzieht sich für die, die glauben, die Wiederherstellung zum Heil, zum Leben in Fülle mit dem Sohn Gottes.
Fünf Arten von Kommunikanten schaute Hildegard, entsprechend zu den fünf Sinnen, die vor Sünde bewahrt und von ihr gereinigt werden sollen. Weiterlesen
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„Gott ordnet alles gerecht und ruft die gläubigen Völker zur Herrlichkeit des himmlischen Erbes. Doch der alte Betrüger, der im Hinterhalt liegt, versucht sie davon abzuhalten und wendet die Künste seiner Bosheit gegen sie auf. Er wird aber dennoch von ihnen besiegt. Sie nehmen das himmlische Vaterland in Besitz und er erduldet Höllenqualen.“
Dieses Thema der letzten Vision des zweiten Teils wird in zwei Miniaturen dargestellt. Es geht über das Wirken des Teufels und seine Laster und um den Kampf der Gläubigen gegen den Teufel. Zwar hat der Sieg des Sohnes Gottes die Macht des Teufels überwunden, das Böse jedoch nicht endgültig vernichtet. Daher stellt der Teufel den Menschen in der Welt nach. Er tritt als Kaufmann auf, der den Menschen seine Laster werbend empfiehlt. Weiterlesen
https://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gif00Administratorhttps://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gifAdministrator2011-12-09 16:27:032012-02-13 11:36:23“Scivias”-Kodex: Tafel 17: Der gefesselte Feind
Die folgende Miniatur zeigt die Tätigkeit Satans in zwei Bildern.
Der untere Teil des Bildes:
Auf dem Marktplatz der Welt bietet der Teufel als Kaufmann seine Ware „sanftmütig“ auf zwei Tischen an: Reichtum, Vergnügungen, verschiedene Handelsgeschäfte. Der Verführer bietet seine Laster zum Tausch gegen das gute Gewissen an, indem er trügerisch seine Ware als gut und heilig vorgaukelt.
Manche Menschen laufen ganz schnell vorbei, weil sie Gott erkennen und unter den Geboten Gottes an den weltlichen Begierden vorbeigehen. Einige schlendern umher und verlegen sich aufs Verkaufen und Einkaufen. Durch die Lauheit ihres Herzens haben sie das himmlische Verlangen ihrer Seele erstickt und nähren im „Kaufen“ die Lüsternheit ihres Fleisches. Weiterlesen
https://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gif00Administratorhttps://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gifAdministrator2011-12-09 16:25:442012-02-13 11:36:32“Scivias”-Kodex: Tafel 18: Der Versucher
Die Miniatur zeigt leider nur sehr unvollständig etwas von der Fülle und Tiefe des Visionstextes. Das Thema der Vision ist der Mensch im Lichtkreis Gottes: „Gott, der alles erschaffen und den Menschen für jene Herrlichkeit bestimmt hat, aus der der gefallene Engel mit seinen Nachahmern verstoßen wurde, ist von seiner ganzen Schöpfung mit größter Ehre und Furcht zu verehren und zu fürchten. Denn es ist recht, dass dem Schöpfer des Alls von seiner Kreatur Ehrfurcht erwiesen wird und er als Gott gläubig angebetet werde.“
Hildegard erblickte im Osten einen ungeheuer breiten und hohen eisenfarbenen Felsblock, über ihm eine glänzendweiße Wolke. Darauf stand ein runder Königsthron. Auf ihm thronte ein lebendiges Wesen von strahlender Herrlichkeit. Weiterlesen
https://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gif00Administratorhttps://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gifAdministrator2011-12-09 16:24:112012-02-13 11:36:36“Scivias”-Kodex: Tafel 19: Der Allherrscher
Im Lichtkreis Gottes leuchtet auch die Engelwelt auf, die in der Miniatur im Bild der Sterne angedeutet werden. In dieser Miniatur geht es um den Engelsturz, den gefallenen Engel Luzifer mit seinem Anhang, „die im heißgeliebten göttlichen Gut erschaffen waren.“
Hildegard sah, „wie aus dem Geheimnis des Thronenden ein großer Stern von starkem Glanz und leuchtender Schönheit hervorgeht und mit ihm eine große Menge hellstrahlender Funken, die mit diesem Stern zusammen nach Süden ziehen.“ Der große Stern ist Luzifer mit seiner Heerschar. Der Engel Luzifer, der jetzt Satan ist, war „bei seiner Erschaffung mit großer Herrlichkeit geschmückt, mit viel Ruhm und Schönheit angetan“. Er hat die Ehre, die er Gott seinem Schöpfer schuldete, auf sich selbst zurückgebogen. Er glaubte im Vertrauen auf sich selbst beginnen und vollenden zu können, was er wollte. Somit hat er sich quer gestellt, als er im Stolz den verachtete, der im Himmel herrscht. Er wollte Gott nicht anschauen, sondern suchte sich über ihn zu erheben wie über einen Fremden. Doch sofort beim Abwenden ihres Blickes erloschen alle und wurden kohlrabenschwarz. Luzifer hatte in sich selbst die innere Schönheit zerstört. Ein Wirbelwind trieb sie vom Süden zum Norden hinter den Thronenden in den Abgrund. Weiterlesen
Nachdem Gott in der vorangehenden Vision das Werk seiner Güte in Schöpfung und Heilsgeschichte offenbart hat, beschreibt er hier sein Heilswerk, das in den verschiedenen Etappen der Heilsgeschichte aus seiner Güte erwächst. Das Bauwerk erhebt sich aus dem Fundament des Glaubens an den dreifaltigen Gott. Gott und Mensch wirken im Heilsbauwerk zusammen. Die Vision gibt mit der Beschreibung der Grundmauern und Ecken des Bauwerkes einen grundrissartigen Überblick über das gesamte gott-menschliche Wirken. Weiterlesen
https://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gif00Administratorhttps://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gifAdministrator2011-12-09 16:21:182012-02-13 11:36:49“Scivias”-Kodex: Tafel 21: Das Gebäude des Heils
Der Turm des göttlichen Ratschlusses steht in der Mitte der leuchtenden Mauer des Heilsgebäudes. Der eisen farbene Turm stellt die heilsgeschichtliche Beschneidung in Abraham dar, der Turm den“ Vorauslauf des göttlichen Willens“, der auf das Erlösungswerk Christi und auf die Kirche hinweist. Im Turm des göttlichen Ratschlusses erblickt Hildegard fünf Gestalten, himmlischen Wirkkräfte oder Tugenden, die jede für sich unter einem eigenen Torbogen stehen. Keine Tugend besteht aus eigener Kraft, sondern sie sind ein hellleuchtender Schein, der von Gott her im Werk des Menschen aufleuchtet. Weiterlesen
https://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gif00Administratorhttps://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gifAdministrator2011-12-09 16:19:212012-02-13 11:36:55“Scivias”-Kodex: Tafel 22: Der Turm des Ratschlusses
Diese Miniatur zeigt nun im Einzelnen die fünf Tugenden im Turm des göttlichen Ratschlusses. Die „Liebe zum Himmlischen“ trägt auf ihrem Haupt eine Bischofsmitra und hat gelöstes helles Haar. Sie trägt eine Krone, ihr offenes Haar weist darauf hin, dass das Priesteramt von ehelicher Verpflichtung frei ist, weil es der vollkommenen himmlischen Liebe anhangen soll. Die Gestalt ist mit einem weißen Mantel angetan, der an den Säumen mit Purpur besetzt ist. Das bedeutet, dass die Gnade Gottes diese Wirkkraft mit dem Schimmer der Sanftmut umgeben und mit schönen Ornamenten der Liebe geschmückt hat. In der Rechten trägt die „Liebe zum Himmlischen“ Lilien und andere Blumen, d.h. sie gewinnt im guten Werk der Gottes- und Nächstenliebe den Lohn des ewigen Lebens und der Heiligkeit. In der linken Hand trägt sie einen Palmzweig. Und sie spricht: „Ich kann mich niemals zur Genüge an der inneren Freude sättigen, die in meinem Gott ist, o süßes Leben!“ Weiterlesen
https://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gif00Administratorhttps://abtei-st-hildegard.de/wp-content/uploads/2025/05/Logo-auf-Grau-248x300.gifAdministrator2011-12-09 16:17:232012-02-13 11:37:11“Scivias”-Kodex: Tafel 23: Fünf Gotteskräfte im Turm des Ratschlusses
Jenseits des Turmes des göttlichen Ratschlusses steht die Säule des Wortes Gottes. Sie ist der leuchtenden Mauer angebaut und von solchen Ausmaßen, dass das menschliche Auge sie nicht ermessen kann. Die Säule hat von oben bis unten drei scharfe Kanten, die in der Miniatur flächig wie aufgeklappt dargestellt sind. Sie stehen für die drei Heilsepochen. In der ersten Kante sitzen wie auf den Ästen eines Baumes die Ältesten: Abraham, Moses und Josua stellvertretend für alle Patriarchen und Propheten. Sie sitzen übereinander, jeder auf seinem eigenen Ast. Sie alle schauen staunend (Haltung der Hände) auf das, was das Wort Gottes in der Zukunft wirken wird. Weiterlesen
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“Scivias”-Kodex: Tafel 15: Das Opfer Christi und die Kirche
Scivias-KodexDie Kirche als Braut Christi wird unter dem Kreuz mit Fleisch und Blut ihres Bräutigams beschenkt und fordert diese Mitgift in der hl. Messe vor Gott ein. Weiterlesen
“Scivias”-Kodex: Tafel 16: Die Lebensspeise
Scivias-KodexDie Gläubigen sollen mit wahrer Andacht das Fleisch und Blut ihres Erlösers essen und trinken, der für sie gelitten und den zeitlichen Tod auf sich genommen hat. So sollen die Menschen das rechtmäßige Erbe im Glauben wiedererhalten.
„Esst im Glauben, die ihr durch die hl. Taufe meine Freunde geworden seid. Im Leib meines Eingeborenen genießt ihr das wahre Heilmittel, damit eure immer wiederkehrenden Vergehen barmherzig getilgt werden.“
Ein Priester steht am Altar in liturgischen Gewändern, um die göttlichen Geheimnisse zu feiern. Engeln sind anwesend mit einem hellen Lichtschein aus dem Himmel. Es vollzieht sich für die, die glauben, die Wiederherstellung zum Heil, zum Leben in Fülle mit dem Sohn Gottes.
Fünf Arten von Kommunikanten schaute Hildegard, entsprechend zu den fünf Sinnen, die vor Sünde bewahrt und von ihr gereinigt werden sollen. Weiterlesen
“Scivias”-Kodex: Tafel 17: Der gefesselte Feind
Scivias-KodexDieses Thema der letzten Vision des zweiten Teils wird in zwei Miniaturen dargestellt. Es geht über das Wirken des Teufels und seine Laster und um den Kampf der Gläubigen gegen den Teufel. Zwar hat der Sieg des Sohnes Gottes die Macht des Teufels überwunden, das Böse jedoch nicht endgültig vernichtet. Daher stellt der Teufel den Menschen in der Welt nach. Er tritt als Kaufmann auf, der den Menschen seine Laster werbend empfiehlt. Weiterlesen
“Scivias”-Kodex: Tafel 18: Der Versucher
Scivias-KodexDer untere Teil des Bildes:
Auf dem Marktplatz der Welt bietet der Teufel als Kaufmann seine Ware „sanftmütig“ auf zwei Tischen an: Reichtum, Vergnügungen, verschiedene Handelsgeschäfte. Der Verführer bietet seine Laster zum Tausch gegen das gute Gewissen an, indem er trügerisch seine Ware als gut und heilig vorgaukelt.
Manche Menschen laufen ganz schnell vorbei, weil sie Gott erkennen und unter den Geboten Gottes an den weltlichen Begierden vorbeigehen. Einige schlendern umher und verlegen sich aufs Verkaufen und Einkaufen. Durch die Lauheit ihres Herzens haben sie das himmlische Verlangen ihrer Seele erstickt und nähren im „Kaufen“ die Lüsternheit ihres Fleisches. Weiterlesen
“Scivias”-Kodex: Tafel 19: Der Allherrscher
Scivias-KodexHildegard erblickte im Osten einen ungeheuer breiten und hohen eisenfarbenen Felsblock, über ihm eine glänzendweiße Wolke. Darauf stand ein runder Königsthron. Auf ihm thronte ein lebendiges Wesen von strahlender Herrlichkeit. Weiterlesen
“Scivias”-Kodex: Tafel 20: Erloschene Sterne
Scivias-KodexHildegard sah, „wie aus dem Geheimnis des Thronenden ein großer Stern von starkem Glanz und leuchtender Schönheit hervorgeht und mit ihm eine große Menge hellstrahlender Funken, die mit diesem Stern zusammen nach Süden ziehen.“ Der große Stern ist Luzifer mit seiner Heerschar. Der Engel Luzifer, der jetzt Satan ist, war „bei seiner Erschaffung mit großer Herrlichkeit geschmückt, mit viel Ruhm und Schönheit angetan“. Er hat die Ehre, die er Gott seinem Schöpfer schuldete, auf sich selbst zurückgebogen. Er glaubte im Vertrauen auf sich selbst beginnen und vollenden zu können, was er wollte. Somit hat er sich quer gestellt, als er im Stolz den verachtete, der im Himmel herrscht. Er wollte Gott nicht anschauen, sondern suchte sich über ihn zu erheben wie über einen Fremden. Doch sofort beim Abwenden ihres Blickes erloschen alle und wurden kohlrabenschwarz. Luzifer hatte in sich selbst die innere Schönheit zerstört. Ein Wirbelwind trieb sie vom Süden zum Norden hinter den Thronenden in den Abgrund. Weiterlesen
“Scivias”-Kodex: Tafel 21: Das Gebäude des Heils
Scivias-Kodex“Scivias”-Kodex: Tafel 22: Der Turm des Ratschlusses
Scivias-Kodex“Scivias”-Kodex: Tafel 23: Fünf Gotteskräfte im Turm des Ratschlusses
Scivias-Kodex“Scivias”-Kodex: Tafel 24: Die Säule des Wortes Gottes
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