Palmsonntag:

8.45 Uhr : Palmweihe

9.00 Choral-Hochamt

Gründonnerstag:

6.00 Uhr   Laudes

8.00 Uhr    Terz

18.30 Uhr   Abendmahlsamt

Anschließend Komplet (Vesper entfällt)

Karfreitag:

6.00 Uhr   Matutin

8:00 Uhr  Laudes

9.00 Uhr   Terz

12.00 Uhr  Mittagshore

15.00 Uhr   Gedächtnisfeier des Herrenleidens

19.30 Uhr    Komplet (Vesper entfällt)

Karsamstag:

6.00 Uhr   Matutin

7.30 Uhr   Laudes

8.45 Uhr   Terz

12.00 Uhr  Mittagshore

17.30 Uhr   Vesper

21.00 Uhr   Osternachtfeier

Ostersonntag:

7.00 Uhr   Laudes

9.00 Uhr   Choral-Hochamt

12.00 Uhr   Mittagshore

17.30 Uhr   Vesper

19.30 Uhr   Komplet

Ostermontag:

9.00 Uhr   Terz/Choral-Hochamt

12.00 Uhr   Mittagshore

17.30 Uhr   Vesper

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei…“ heißt es in einem bekannten Karnevalsschlager. Ich wage zu widersprechen: Am Aschermittwoch fängt alles neu an! 40 Tage sind es von jetzt an bis Ostern. Die Kirchen legen uns in dieser (Fasten)-Zeit nahe, altbekannte Gewohnheiten einmal zu überprüfen, uns von echten oder vermeintlichen Zwängen zu befreien, Überflüssiges loszulassen, um zum Kern, zum Eigentlichen des Lebens, vorzustoßen. Entschlackung an Körper, Geist und Seele tut gut und oftmals auch not. Sich öffnen für Neues, vielleicht aber auch für Altes, das nur zugeschüttet war. Die Glut unter der Asche neu entfachen und das eigene innere Feuer wieder zum Leuchten bringen. Das ist für mich der eigentliche Sinn der Fastenzeit. In diesen Wochen können wir Gott, dem Urgrund unseres Seins, wieder näherkommen oder zumindest kann die Sehnsucht und Suche nach ihm in uns wieder neu wach werden. Wie wir diese Zeit im Einzelnen gestalten, ist jeder und jedem von uns überlassen. Da gibt es kein Patentrezept. Wichtig ist nur, sich einen Punkt einmal ganz konkret vorzunehmen. „Sieben Wochen ohne…“ heißt eine Initiative, in der sich Menschen seit einigen Jahren zusammenfinden, die die Fastenzeit nicht sang- und klanglos verstreichen lassen, sondern sie bewusst nutzen wollen. Sie teilen die Erfahrung, dass weniger mehr sein kann, dass Verzicht Gewinn bringen kann. Dieser Tage hörte ich im Autoradio eine Sendung, in der berichtet wurde, dass Facebook, Instagram und Tik-Tok-Nutzende in der Regel weniger glücklich sind als andere Menschen. Warum? Ich vermute, weil sie sich täglich neu mit anderen vergleichen, weil sie neidisch und eifersüchtig werden, wenn sie sehen und hören, was andere tun, können oder haben. Das Sich-Vergleichen gehört im Mönchtum, d.h. bei Klosterleuten, zu den „Ursünden“ schlechthin, weil es wie von selbst Unfrieden, Zwietracht und Streit mit sich bringt. Als Heilmittel dagegen haben weise Altväter und Altmütter die Dankbarkeit empfohlen. Wer dankbar sein kann – für das, was er ist, was er kann und was er hat -, der braucht nicht auf andere zu schielen, der ist zufrieden, d.h. in Frieden mit sich und der ihn umgebenden Welt. Wie wäre es, einmal 40 Tage lang auf das Sich-Vergleichen zu verzichten? Ich bin überzeugt, dass wir dann vieles mit neuen Augen sehen würden. Und noch mehr: unsere Welt würde Schritt für Schritt friedlicher und lebensfreundlicher werden.

Sr. Philippa Rath

„Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich!
Da warf er den Mantel weg,
sprang auf und lief auf Jesus zu.“

(Mk 10,49f.)

 

In den frühen Morgenstunden des 23. Januar 2026 durfte unsere

SCHWESTER VERONICA METTE MARIA ERICHSEN OSB

geb. 24.05.1938 – Profess in Åsebakken 30.11.1961 – Stabilitätsübertragung 09.02.1987
ihre Seele in die Hand des Schöpfers zurückgeben.

Sr. Veronica stammte aus Kopenhagen und blieb ihrer Heimat Dänemark ihr Leben lang sehr verbunden. Nach einer Ausbildung zur Krankenschwester trat sie im April 1960 in das Benediktinerinnenkloster Unserer Lieben Frau in Birkerød/Åsebakken ein und war dort in vielen Bereichen tätig, u.a. als Infirmarin und Magistra. Am Vorabend des Festes der hl. Scholastica, dem 22. Jahrestag ihrer ewigen Profess und Jungfrauenweihe, übertrug sie 1987 ihre Stabilität auf unser Kloster.
Sr. Veronica war ein sehr lebensfroher und innerlicher Mensch. Sie liebte die Kontemplation und lebte aus einer tiefen Christusbeziehung, die sie alle Herausforderungen des Lebens bestehen ließ. Vielen Menschen war sie eine wichtige geistliche Begleiterin, bei der sie guten Rat und ein offenes Herz fanden. Ebenso unvergessen wird uns Sr. Veronicas herzlicher Charme und Humor bleiben, mit dem sie unzähligen dänischen Gruppen unseren Wein und Likör anzupreisen verstand. Auch hier gingen bei ihr Verkündigung, pastoraler Dienst und ein überzeugendes Verkaufstalent Hand in Hand.
Seelsorge am Nächsten, Zeugnisgeben für Christus und Liebe zur Gemeinschaft zogen sich als Ausdruck einer inneren Haltung durch ihr Leben. Gerade in den langen Jahren der Krankheit zeigte sich noch einmal in vielen kleinen Gesten der Dankbarkeit und der Geduld, wie tief und echt diese Haltung bei ihr war. Immer wieder betonte Sr. Veronica, dass Gott seit ihrer Kindheit den Mantel seiner Liebe und Barmherzigkeit über sie gebreitet und alles gut gemacht habe. Diese Gewissheit trug sie auch in schweren und dunklen Stunden. Wir danken Gott für das Leben unserer Sr. Veronica und für die vertrauensvolle Hoffnung, die sie ausstrahlte. Möge sie ruhen in seinem ewigen Frieden.

Wir bitten um das Gebet für Sr. Veronica.
Die Schwestern der Abtei St. Hildegard und Familie Erichsen

Das Auferstehungsamt feiern wir am Donnerstag, den 29. Januar 2026, um 11.00 Uhr.
Anschließend ist die Beisetzung auf dem Klosterfriedhof.

Schauend von fern,

gewahr’ ich Gottes Macht, die kommt

– Wolkendunkel bedeckt die ganze Erde –

Eilt ihm entgegen…

Diese vier kurzen Zeilen entstammen einem Adventslied aus den frühen Anfängen des Christentums, das wir traditionsgemäß am Vorabend des Ersten Advent in den Vigilien singen. So alt es auch ist, so sehr kann es auch uns heute ganz tief aus dem Herzen sprechen.

„Schauend von fern“  – Sehnsucht und Verheißung liegt in diesen Worten. Kennen wir nicht auch Situationen, in denen wir lernen mussten und müssen, mit einer nur geahnten, letztlich aber unerfüllten Sehnsucht zu leben? Der Advent ist eine Zeit, in der uns unsere Sehnsucht nach erfülltem Leben, nach Licht, Wärme und Geborgenheit ganz besonders bewusst wird.

„…Gewahr’ ich Gottes Macht, die kommt“ – in diesem Vers leuchtet der Psalm 80 auf mit seinem Ruf: „Wecke auf deine Macht; komm und erlöse uns“. Es ist der immer neue Ruf der Menschen nach Erlösung, nach Rettung und nach Heil. Es ist aber noch mehr: es ist der Schrei eines gläubig Vertrauenden, eines Menschen, der im Tiefsten weiß, dass Gott da ist, und dass er die Macht hat, unser Schicksal zu wenden.

„Wolkendunkel bedeckt die ganze Erde“. Was mag der Dichter dieses Textes hier vor seinem inneren Auge gesehen haben? Welche Dunkelheiten mag er gemeint haben? Die in seinem eigenen Herzen oder die in der nahen und weiten Welt? Jedem mag hier ganz Persönliches in den Sinn kommen. Auch dies gehört zur Grundstimmung des adventlichen Menschen, der sich aus dunkler Schwere heraus in das Licht der Hoffnung und des neuen Anfangs erhebt. Ist uns dieser Vers nicht aus dem Herzen gesprochen, gerade in einer Zeit, in der das Dunkel Überhand zu nehmen scheint und wir manchmal nur gegen alle Hoffnung hoffen?

„Eilt ihm entgegen“ – wem? Der Ankunft Gottes mitten hinein in unsere Welt. Die Kerzen sind dabei zum Sinnbild für adventliches Warten und Ausschauhalten geworden, für die Wachsamkeit und Bereitschaft. Wir könnten uns fragen: Warten wir eigentlich noch? Sind wir eigentlich bereit für die Ankunft Gottes – auch im eigenen Herzen? Dies ist ja das unterscheidend Christliche: dass dieser Gott Mensch geworden und uns so nahe gekommen ist, dass wir ihm ganz persönlich begegnen können. Versuchen wir doch in diesen Tagen des Advent wieder neu, sein Kommen durch die Intensität unserer Liebe, durch die Stärke unseres Glaubens und durch das Licht unserer Hoffnung zu erfahren und weiter zu schenken.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Advent.

 

Sr. Philippa Rath OSB

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Trotzdem

  • Sind Sie aus der Kirche ausgetreten und trotzdem gläubige Christen geblieben?
  • Sind Sie auf Distanz zur Kirche gegangen und trotzdem Suchende?
  • Sind Sie von der Institution oder einzelnen Vertretern verletzt worden und wollen trotzdem nicht aufgeben?
  • Haben Sie vielleicht ihren Glauben gänzlich  verloren, sind aber trotzdem auf der Suche nach Sinn? 

Dann seien Sie uns herzlich willkommen!

Wir Schwestern von der Abtei St. Hildegard möchten Ihnen einen Raum bieten, wo sie mit Gleichgesinnten zusammentreffen können, wo Sie sich Ihre Sorgen, Ihre Enttäuschungen und Ihren Frust frei von der Seele reden können, wo Ihnen jemand vorurteilsfrei zuhört, wo Sie sich geschwisterlich angenommen fühlen dürfen, und wo sich für Sie vielleicht neue Perspektiven eröffnen.

Wir laden Sie ein: zu Zeiten des Austauschs, zu Zeiten der Stille, zu Zeiten für alles Mögliche, vielleicht auch für  Gebet. 

Ihre Sr. Petra Knauer und Sr. Philippa Rath

Die Termine für unsere Trotzdem-Treffen 2026 sind:
Freitag, 06.03./ Freitag, 10.04./ Freitag, 08.05./ Freitag, 05.06. /Freitag, 03.07./ Freitag, 07.08./ Freitag, 04.09./ Freitag, 02.10./ Freitag, 06.11./ Freitag, 04.12., jeweils um 15.00 Uhr an der Klosterpforte

 

Ein Netzwerk entsteht

Inzwischen haben auch andere Ordensgemeinschaften eine Trotzdem-Gruppe ins Leben gerufen.

In DORTMUND sind die Termine für das erste Halbjahr 2026:

Donnerstag, 12.02. / Donnerstag, 12.03. / Donnerstag, 16.04. / Donnerstag, 21.05. / Donnerstag, 18.06,  jeweils um 18.30 Uhr

Die Abende können ohne Anmeldung besucht werden.

Leitung: Schwester Annette Eisele (annette.eisele@erzbistum-paderborn.de) und Pastor Stefan Tausch (stefan.tausch@katholisches-forum-dortmund.de)

Ort: Refugium, Propsteihof 5, 44137 Dortmund, Telefon: 0231 / 1848-112

 

Im Stadtkloster BAD MERGENTHEIM sind die ersten Termine für 2026:

Mittwoch, 04.03. / Montag, 13.04. / Dienstag, 19.05. / Donnerstag, 09.07., jeweils 19.30 – 21.00 Uhr

Die Abende können ohne Anmeldung besucht werden.

Leitung: Schwester Ursula Hedrich, Dr. Jonatan Burger, Jens Jörgensmann

Ort und Kontaktdaten:
Stadtkloster Bad Mergentheim
Sr. Ursula Hedrich
Marienstr. 1/1

97980 Bad Mergentheim
Tel.: 07931/4833790
E-Mail: srursula.Hedrich@drs.de 

 

Im Kloster NETTE sind die Termine für das erste Halbjahr 2026:

Donnerstag, 26.02. / Mittwoch, 18.03. / Donnerstag, 16.04. / Donnerstag, 21.05. / Mittwoch, 17.06., jeweils 19.00 Uhr 

Begleitung: Schwester M. Rita Niehaus, Michael Göcking, Reinhard Grave

Ort und Kontakt: Kloster Nette, Östringer Weg 120, 49090 Osnabrück

Anmeldung und weitere Informationen: schwester.rita@web.de

Nach fast einem Jahr Bauzeit konnten wir am 30. September endlich unseren neuen Aufzug einweihen. Auf diesen Moment haben Generationen von Mitschwestern seit 125 Jahgren gewartet. Der Bau war höchst kompliziert, da mehrere Gewölbe durchbrochen werden mussten, was höchste Vorsicht und große Präzision erforderte. Der Aufzug verbindet nun Kellergeschoss, Erdgeschoss und Obergeschoss und hat seinen Standort genau in der Mitte unseres Abteigebäudes. In einem kleinen Festakt dankten wir dem Architekten sowie allen beteiligten Firmen und vor allem unserer Sr. Klara Antons, die den Bau von der ersten bis zur letzten Minute kompetent und akribisch beaufsichtigt hat.

Feier anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Grundsteinlegung unserer Abtei am Samstag, 5. Juli 2025

Wir möchten diesen Festtag gerne mit Ihnen, unseren Verwandten, Freunden und Nachbarn und allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern feiern.

Programm:

Musikalische Einstimmung

14.30 Uhr: Begrüßung durch Äbtissin Katharina Drouvé

14.45 Uhr: Festvortrag von Sr. Dr. Klara Antons zum Thema:

„Grundsteinlegung. Raum für die Ewigkeit“

Grußworte

ca. 16.00 Uhr: Empfang und Möglichkeit zur Begegnung

17.30 Uhr: Vesper in der Abteikirche

 

Seien Sie uns herzlich willkommen. Wir freuen uns, Sie möglichst zahlreich begrüßen zu dürfen